Nachtgedanken für Dienstag, 24. April 2007

Danke

Auf der Höhe seiner schriftstellerischen Karriere verdiente der amerikanische Schriftsteller Mark Twain mit jedem von ihm niedergeschriebenen Wort fünf Dollar.
So kam es, dass ihm eines Tages ein Umschlag eines treuen Lesers zugestellt wurde, der eine Fünf-Dollarnote enthielt und folgende freundliche Bitte: »Sehr geehrter Mr. Twain, bitte senden Sie mir ihr Lieblingswort.« Mark Twain antwortete unverzüglich mit einem Ein-Wort-Brief, indem stand: DANKE

Beim Lesen dieser Geschichte fragte ich mich, was wohl mein Lieblingswort ist. Wenn man mich mit einem Mikrofon verfolgen würde und am Ende des Jahres eine Statistik veröffentlichen könnte, was wäre wohl das von mir am meisten gebrauchte Wort? Welchen Satz würde ich am häufigsten sagen? »Nein!«, »Das darf doch nicht wahr sein!«, »Hör auf damit!«, »Keine Zeit!«, »Warum ich?«, »Ich habe es dir gleich gesagt.« Das Resultat könnte sehr aufschlussreich sein,
„…denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“

Ob Mark Twain sich in seinem One-Word-Letter nur für die erhaltene Fünfdollarnote bedankte oder ob er es zusätzlich mit dem Lieblingswort ernst meinte, sei dahingestellt. Die Frage, wie viel Dankbarkeit in deinem Leben sichtbar, spürbar und hörbar wird, möchten wir dir aber heute stellen. Wer mit Gott lebt, darf dankbar sein und diese Dankbarkeit auch zum Ausdruck bringen! Das bedeutet unter Umständen, dass du einmal nachdenken musst, wofür du Gott danken kannst.

Sebastian Knöchel für Camillo 92,9